Malta ist das „Beste Kulturelle Reiseziel“ 2017

Im Mittelmeer findet man ein besonderes Juwel. Eine kleine Gruppe von Inseln auf denen ein einzigartiger Mikrokosmos aus Sprache und Kultur beheimatet ist.

Leider denken die meisten Menschen bei dem Namen „Malta“ lediglich an ein bekanntes Urlaubsziel oder noch bedauerlicher, an ein Ziel für billige Sprachreisen mit „Urlaubsfeeling“.

Malta ist aber viel mehr als „nur“ ein billiges Urlaubsziel!

Und das „National Geographic Traveler“ Magazin bestätigt dies gerade durch seine Wahl der Insel Malta, als das „Beste Kulturelle Reiseziel 2017“ wegen „ihrer aufregenden Mischung aus alt und neu“.

Malta ist verführerisch, wunderschön und kulturell einmalig.

Die maltesischen Inseln sind Schauplatz einer einzigartigen Kulturgeschichte mit prähistorischen Anfängen. Auf Malta finden sich zum Beispiel Tempelanlagen die Stonehenge in nichts nachstehen.

Viele Völker z. B. die Phönizier, die Carthagener, die Römer sowie die Byzantiner nahmen Einfluss auf die Evolution dieser vielseitigen Kultur.

Der Apostel Paulus erlitt um 60 AD Schiffbruch und strandete auf Malta. Während seines Aufenthaltes auf den Inseln bekehrte er die Bewohner zum Christentum. Im Mittelalter wurde die Inselgruppe von den „Knights of Malta“ regiert, welche als eine Art internationale Polizeibehörde auch Reisende beschützten. Der Grund dass auf Malta Englisch gesprochen wird, liegt bei den Briten, welche die Inseln von 1800 bis zur maltesischen Unabhängigkeit in 1964 regierten.

Diese bunte Mischung aus historischen und kulturellen Geschehnissen schuf eine lebensfreudige und fröhliche Lebensweise. Auch die maltesische Küche ist hervorragend, charakterisiert durch eine bunte Mischung mediterraner Einflüsse, bei denen das Nachbarland Italien eine besonders große Rolle spielt.

Auch die auf Malta gesprochenen Sprachen sind durch diese multikulturellen Einflüsse nachhaltig geprägt. Die Malteser sprechen nämlich zwei Sprachen als Muttersprachen, Englisch und Maltesisch, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Englisch, das Erbe der Briten, gehört zu der Gruppe der germanischen Sprachen. Maltesisch dagegen findet sich in der Fraktion der semitischen Sprachen wieder. Daher gehört Maltesisch zu einer ganz anderen Sprachfamilie, ähnelt Hebräisch, Aramäisch und Arabisch. Diese grundverschiedene Struktur der beiden Sprachen des Landes ist ein weiterer, interessanter Aspekt dieser faszinierenden Kultur auf engstem Raum.

Das Erbe der Briten, welche die maltesischen Inseln beinahe 200 Jahre lang regiert haben, ist immer noch sehr gegenwärtig. Das Land wird nach eher britischem Vorbild verwaltet, in der Küche und in vielen kleinen, alltäglichen Angewohnheiten finden sich britische Spuren, aber der nachhaltigste Aspekt des britischen Erbes ist die englische Sprache.

Anders als in vielen Ländern mit mehreren Amtssprachen, sprechen Malteser die beiden Amtssprachen tatsächlich als Muttersprachen. Jeder Malteser spricht Englisch.

Aber oft gemachte Aussagen, dass viele Malteser mangelhaftes bzw. kein Englisch sprechen würden, weil Englisch „nur“ Amtssprache sei, sind falsch!

Selbstverständlich spricht nicht jeder Malteser gutes Englisch oder auch gutes Maltesisch. Wie in jedem Land sind die Qualität und die Eloquenz des individuellen Sprachgebrauchs von der vorhandenen Bildung abhängig. Im Vergleich: Nicht jeder Deutsche spricht gutes, eloquentes Hochdeutsch.

Das maltesische Englisch hat eine eher britische Prägung. Das macht dessen Aussprache sehr verständlich, mit einer klaren Aussprache und wenig dialektartigem Einfluss. Daher ist Malta, ganz abgesehen von seinem kulturellen Reichtum, ein sehr gutes Reiseziel um die englische Sprache zu erlernen oder zu verbessern.

Eine faszinierende Kultur, zusammen mit einem sehr angenehmen Klima und freundlichen Menschen, machen Malta zu einem unserer beliebtesten Reiseziele für intensive, hochwertige Sprachreisen – ein echter BILDUNGSurlaub.

 

 

2017-08-25T13:49:32+00:00