Hüte dich vor falschen Freunden: „Massaker“ am Arbeitsplatz – Das „Global Execution Team“

Die Benachrichtigung, dass das „Global Execution Team“ der deutschen Hauptverwaltung des Konzerns in Kürze einen Besuch abstatten würde, blieb nicht ohne Folgen. Einige besorgte Mitarbeiter fragten in der Personalabteilung nach, wer denn jetzt hingerichtet werden würde. Andere erkundigten sich schmunzelnd, mit welchem Werkzeug denn die Hinrichtung erfolgen würde, mit der Guillotine oder dem Galgen? Denn, das Wort „execution“ bedeutet in erster Linie eine „Hinrichtung“.

Gemeint war allerdings das „Global Executive Team“, also das Team leitender Führungskräfte, das lediglich die Hauptverwaltung besuchen wollte und gar keine Hinrichtungen beabsichtigte. Kleiner Fehler, große Wirkung!

Wobei so ein „Executive Team“ des Öfteren auch zu „axemen“ also „Axtmännern“ greift. Dieser sehr unappetitlich klingende Begriff bezeichnet die unangenehme Funktion externer Berater, die ausdrücklich zur Verkleinerung von Budgets (chopping the budget) und den damit einhergehenden Personalveränderungen hinzugezogen werden. „Chopping“ ist das was eine Axt so macht, also das Hacken. Budgets und Personalstand werden hier im wahrsten Sinne des Wortes klein gehackt.

„Axeman“ basiert sehr wahrscheinlich auf der Redewendung „getting the axe“, ein idiomatischer Begriff für eine Kündigung des Jobs. „Melanie just got the axe“ bedeutet, dass der armen Melanie gerade gekündigt wurde.

Womit sich der Kreis zum „Global Execution Team“ wiederum schließt.

Interessanterweise gibt es „axeman“ nur in der männlichen Form, anscheinend ist political correctness bei diesem Thema noch nicht eingeschritten. Oder, möglicherweise reflektiert dies auch nur Kriminalstatistiken. Diese besagen nämlich, dass Frauen am liebsten mit Gift morden und eher selten zur Axt greifen…

Im nächsten Blog: Das Morden geht weiter…

2017-06-13T08:47:40+00:00