Unternehmenskultur: Warum gute Mitarbeiter kündigen

Wenn Mitarbeiter kündigen ist das teuer für Unternehmen:

Fachliches, betriebsrelevantes Know-How geht verloren.
Unruhe bzw. Unzufriedenheit im Kollegenkreis können verursacht werden. Bei sehr beliebten, fähigen Kollegen ein nicht unerhebliches Risiko.
Geschäftsbeziehungen werden möglicherweise beeinträchtigt.
Kundenbeziehungen können gefährdet werden. Im ungünstigsten Fall wandern Kunden sogar mit dem Mitarbeiter ab – zur Konkurrenz.
Ein Bewerbungsprozess muss durchgeführt werden.
Eine – oft lange – Einarbeitungsphase muss in Kauf genommen werden.
Ein neues „Zusammenraufen“ von Teams ist erforderlich.

Und am Ende gibt es keine Garantie, dass der Neuzugang auch wirklich die richtige Wahl war. Wenn es schlecht läuft, dann gibt es eine Kündigung und der Prozess beginnt von neuem.

Wäre es da nicht sinnvoller, einfacher und kostengünstiger, Mitarbeiter möglichst lange im Unternehmen zu halten?

Warum viele Unternehmen das nicht tun bleibt ein Rätsel. Denn gute Mitarbeiter kündigen aus meist vermeidbaren Gründen.

Der Hauptgrund ist schlechte Führung. Man muss sich im Klaren sein, dass Mitarbeiter eigentlich nicht ihre Jobs, sondern ihren Chefs kündigen.

Wichtig für Unternehmen ist, die fatale Spirale von

Enttäuschung ? Demotivation ? Dienst nach Vorschrift ?innere Kündigung ? Kündigung

gar nicht erst in Gang kommen zu lassen. Und, falls sie bereits existiert, schnellstens Abhilfe zu schaffen.

In vielen Fällen ist eine Umkehr der Spirale noch möglich: z. B. durch Änderungen im Führungsstil, in betrieblichen Abläufen und durch Gespräche mit dem Mitarbeiter.

Im nächsten Blog: Überbelastung, Gleichgültigkeit und Gebrochene Versprechen

2017-06-07T08:52:28+00:00